Faulbrunnen

 

Ort:

Faulbrunnenplatz Wiesbaden

Zeit:

September - Oktober 2002

 

 

Aktionsprojekt im Rahmen des Kunstsommers Wiesbaden 2002 Fluxus und die Folgen

Der Faulbrunnen ist neben dem Kochbrunnen eine der wichtigen schwefelhaltigen, trinkbaren Heilquellen in der alten Kurstadt Wiesbaden. Offenbar in den 70er Jahren wurde diese Quelle mit einem sehr schlichten quadratischen Betondach getragen von vier Betonsäulen überdacht. Die Quelle sprudelt nun aus einer blumenkübelartigen Betonschale. Der Ort ist zu einem Unort verkommen und an Trostlosigkeit kaum zu übertreffen. Ungepflegt, verdreckt, mit abblätternder Farbe fristet der Brunnen am Platz der Einheit ein kaum beachtetes und nur von Tauben besuchtes Dasein. Einige wenige ältere Wiesbadener kommen immer noch und holen sich in mitgebrachten Gefäßen Faulbrunnenwasser (gut für Galle, Leber, Magen und Darm).

Brunnen, Betonüberdachung und Fußboden wurden mit Hochdruck-reinigern gründlichst gereinigt. Die Betonüberdachung wurde mit einer hellen freundlichen Farbe innen neu gestrichen. Alle vier Seiten des Brunnens sind mit Wandabspannungen aus Arena 86 - Stoff geschlossen. Auf allen Seiten bleibt ein ein Meter breiter Durchgang. Zusätzliche Lampen wurden in dem nun entstandenen Innenraum installiert, um ein angenehmes gleichmäßig helles Licht zu gewährleisten. Dadurch entsteht ein nachts von innen heraus leuchtender Raumkörper.
Eine Vitrine wurde aufgestellt, die schlichte Wassergläser beinhaltet. Zwei schlichte Sitzbänke erhöhen die Aufenthaltsqualität und -dauer.Eine Hostess gibt die Gläser aus und sammelt sie nach dem Trinkgenuß wieder ein und reinigt sie.