DON’T CRY. WORK.

 

Ort:

Kunstverein Tiergarten, Berlin

Zeit:

November 2008 – Januar 2009

 

 

Rauminstallation in Kooperation mit Simone Zaugg, Kurator Dr. Ralf Hartmann

 

In der gemeinsam erarbeiteten und raumgreifenden Installation »DON’T CRY. WORK.« verlegen Pfelder und Simone Zaugg während des gesamten Ausstellungszeitraums auf einer Fläche von 120,5 m2 im mittleren Raum des Kunstvereins einen doppelten Boden. Ein Umkleideraum für die „Arbeiter“ ist eingerichtet, ein Wagen mit dem nötigen Werkzeug und das Material zum Bauen stehen im Raum bereit, so dass jederzeit weitergearbeitet werden kann. Der Prozess des Bauens/Aufbauens, der sowohl ein zentraler Aspekt der künstlerischen Arbeit wie auch der Arbeit von Handwerkern und Heimwerkern ist, wird in dieser Installation sichtbar und erlebbar gemacht. Überdies stellt sich den Betrachtenden die Frage: Wozu braucht es einen zweiten Boden? Wo liegen Sinn und Unsinn dieser Arbeit? Wie definiert sich die künstlerische Arbeit? Braucht der Künstler als Artist in unserer Welt ein Netz und einen doppelten Boden? Die handfeste Arbeit am doppelten Boden wird vom Satz DON´T CRY. WORK., der graffitiartig schwarz auf weiß an die Wand geschrieben wurde, begleitet. Diese Aufforderung beeinflusst sowohl das Wahrnehmen, als auch das Handeln: Liest man den Satz politisch, persönlich, mit positiver Absicht, verzweifelt, als Statement, Fakt, Aufforderung oder innere Haltung? Während der Eröffnung und jeweils während der Öffnungszeiten der Galerie wird am doppelten Boden weitergebaut.